Im Fussball von Vorbildern lernen

Kategorie : Fussball Allgemein, neue Trainingsansätze

Hast Du auch ein Vorbild?

Gerade im Fußball sprechen viele von Vorbildern. Die meisten Fußballspieler haben Vorbilder und versuchen, diesen möglichst in vielen Bereichen nachzuahmen. Dieses „von Vorbildern lernen“ hat meiner Meinung nach erhebliches Potenzial und wird in der Fachsprache Modelling genannt.

Ein altes Sprichwort besagt:“ Wenn Du in einem bestimmten Gebiet schnell Fortschritte erzielen willst, dann suche nach einem wahren Meister in diesem Gebiet und mache genau das, was dieser ebenfalls tut!“.

Im Endeffekt heißt das: Um zu einem Profi zu werden, musst Du genau das machen, was ein Profi tut. Diese Vorgehensweise ist tatsächlich mit einer der schnellsten Wege um etwas perfekt zu beherrschen. Beim Nachahmen eines Vorbildes gibt es jedoch einige Techniken zu beachten, um auch wirklich Erfolge erzielen zu können. Denn wie wir bereits wissen, ist nicht jeder Fussballer mit eigenem Vorbild, gleich ein guter, geschweige denn ein herausragender Fussballspieler.

Machen wir weiter:
Zunächst einmal ist es durchaus möglich, mehrere Vorbilder zu haben, denn auch unter den Profifussballern gibt es kaum jemanden, der in allen fussballerischen Fähigkeiten vollkommen fehlerfrei ausgebildet ist. Jeder Mensch hat nunmal nur ein paar wenige, wirkliche Spezialitäten, in denen er Vorbildcharakter besitzt. Auf den Fussball bezogen heißt das, such Dir mehrere Vorbilder und entscheide: Wer ist für mich charakterlich ein Vorbild, wer ist für mich technisch ein Vorbild, wer ist mein taktisches Vorbild, wer ist im Bereich Kondition mein Vorbild,…? So hast Du für alle möglichen Bereiche im Fussball jeweils ein Vorbild, von dem Du lernen kannst.

Gehen wir ein wenig ins Detail:
Sobald Du in einem bestimmten Bereich ein Vorbild gefunden hast, beginnst du mit der genauen Beobachtung des Vorbilds. Was kann mein Vorbild alles besonders gut und in welchen Bereichen liegen seine Schwächen? Wie verhält sich mein Vorbild in bestimmten Situationen? Wie handelt es, was tut mein Vorbild und was tut es nicht? Wie geht es genau vor, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen?

Nachdem Du erste Beobachtungen machen konntest, kannst Du damit beginnen, es Deinem Vorbild/Deinen Vorbildern in bestimmten Bereichen gleichzutun. Imitierte es/sie so genau wie möglich und versuche nach und nach ähnliche Erfolge zu feiern. Arbeite hart an Dir und trainiere an Deinen Fähigkeiten.

Generell zum Thema:
Darüber hinaus können Dich Vorbilder dazu anspornen, noch mehr für den Erfolg zu tun, als es Andere machen. Vorbilder können motivieren, seelisch unterstützen und ein gewisses Gefühl von Sicherheit geben.

Doch auch bei diesem Thema ist Vorsicht geboten:
Egal, wie viele und welches Vorbild man auch gerade hat, letztendlich besteht immer die Gefahr, sich selbst irgendwann nicht mehr als Individuum, sondern als Abbild eines bestimmten Menschen zu sehen bzw. von Anderen so gesehen zu werden. So weit sollte es niemals kommen. Die Idee beim Modelling (Vorbild haben) ist eher die, dass man sich bestimmte Fähigkeiten von gewissen Vorbildern abschaut und diese immer wieder versucht zu imitieren und nachzuahmen. Hat man dann eine bestimmte Fähigkeit übernommen, so kann man diese in seinen eigenen, individuellen Spielstil mit einfügen.

Man versucht also niemals, komplett so zu sein wie sein Vorbild. Man selbst bleibt schließlich  immer noch einzigartig und jeder Mensch sollte seine eigenen, individuellen Wege gehen. Habe Vorbilder, übernehme dessen Fähigkeiten, aber werde bitte niemals ein komplettes Abbild Deines Vorbildes.

Stattdessen bleibst Du immer Du selbst und wirst dabei nach und nach zu einer eigenen Marke (die Marke ICH), welche später wiederum selbst von einigen Menschen zum Vorbild genommen wird ;) !

Tipps und Tricks für Dein Fussballtraining

Kategorie : Trainingsplan, fussball tipps, fussballtraining

Die 7 Erfolgsfaktoren für ein gutes Fussballtraining

Regelmäßiges Fussballtraining ist wichtig. Doch nicht nur allein die Regelmäßigkeit ist im Fussball der entscheidende Faktor, um besser zu werden. Viel wichtiger ist es, dass ein Fussballtraining vor allem ein hohes Maß an Qualität beinhaltet. Es kommt ganz entscheidend darauf an, in welcher Weise ein Fussballtraining gestaltet wird, um auch wirklich Fortschritte aus dem Training erzielen zu können.

Natürlich ist „Fussballtraining“ ein sehr allgemeiner Begriff und kann auf ganz verschiedene Arten durchgeführt werden. Dennoch gibt es gewisse Tipps und Tricks, an denen man sich in jedem Training orientieren kann. Mit diesem Artikel möchte ich einmal diese sieben, meiner Meinung nach wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Fussballtraining darstellen und erläutern. Beginnen wir also:

Ein gutes Fussballtraining…

1. …ist richtig strukturiert und durchgeplant
Struktur und Planung ist auch im Fussball von großer Bedeutung. Wer nicht plant, der kann auf längere Sicht nur sehr wenige, bis überhaupt keine Fortschritte erzielen. Die verschiedenen Übungen für das Training werden sich also nicht erst spontan auf dem Fussballplatz überlegt, sondern sollten schon Zuhause ausgiebig strukturiert und recherchiert worden sein.

Auch langfristig muss das Fussballtraining geplant werden. Woche für Woche sollten neue Trainingsschwerpunkte festgelegt werden, die Schritt für Schritt auf sich aufbauen und deshalb sinnvoll und nachvollziehbar sind. Ohne Struktur und Planung ist ein Training höchstens halb so effektiv. Wer sich schließlich diesen Punkt erspart und seine Übungen dem Zufall überlässt, der verschenkt das große Potential von vollkommen aufeinander abgestimmten Fussball Trainingseinheiten.

2. …beinhaltet eine optimale Anzahl an Pausen bzw. Erholungszeiten
Die Wichtigkeit von Pausen und Erholungszeiten wird gerade im Fussball nur all zu oft unterschätzt. Und dabei erklärt es sich doch schon fast von selbst, dass erst in der Erholungsphase die Trainingsreize auch wirklich verarbeitet werden können. Sprich der Körper rüstet auf, die Leistungsfähigkeit steigt und das Training zeigt seine Wirkung.

Bleibt jedoch die Erholungszeit mehr oder weniger aus, und es folgt ein Training nach dem anderen, dann bewirkt ein so genanntes Übertraining genau das Gegenteil: Das Training macht den Körper im Falle eines Übertrainings nicht stärker und leistungsfähiger, sondern schwach und kraftlos. Häufig drohen dann schwere Verletzungen und ein Leistungsabfall für längere Zeit. Es ist also Vorsicht geboten. Auch ein Fussballtraining sollte passend dosiert durchgeführt werden.

Für eher Untrainierte Fussballspieler empfiehlt sich als Faustregel ein Tag Training, ein Tag Pause, ein Tag Training, ein Tag Pause, u.s.w. . Später kann man dann auch dahin übergehen, dass der Körper an den verschiedenen Trainingstagen jeweils ganz anders gefordert wird, sodass sich die vom Vortag benaspruchten Muskelgruppen weitgehend erholen können und nur sehr wenig beansprucht werden. Komplette Erholungstage können jedoch trotzdem nie ganz ersetzt werden und so eignet es sich besonders vor einem anstehenden Fussballspiel einen Tag lang nicht zu trainieren.

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