Ein neuartiges Trainingskonzept aus dem Ruhrgebiet stellt sich vor
Sicherlich sind euch schon viele Trainingsmethoden im Fussball vertraut. Heute möchte ich euch ein zur Zeit noch recht unbekanntes Trainingskonzept speziell für Fussballspieler vorstellen. Und zwar handelt es sich hierbei um das sogenannte Dura-Sudo. Das Konzept wurde von Sven Linnemann (Trainer), Houssaine Machmour (Trainer) und Thorsten Schmitz (Koordinator und Fussballtrainer) entwickelt.
Was ist das genau für ein Training? Sehr kurz zusammengefasst verbindet Dura Sudo Techniken und Trainingsmethoden aus dem Kampfsport mit denen des Fussballs. So wird es dem einzelnen Fussballer ermöglicht, noch effektiver an seinen körperlichen Fähigkeiten zu feilen und seine Leistungen zu steigern. Doch lest doch einfach selbst…
Houssaine Machmour (rechts auf dem Bild), einer der vier Trainer aus dem Dura Sudo Team, hat uns die wichtigsten Fragen zum Dura-Sudo Trainingskonzept im folgenden einmal beantwortet. Also, erfahrt nun das wichtigste zum Dura-Sudo:
Wie kam es zu dieser Idee?
“Wie alle großen Erfindungen war auch Dura-Sudo ein Zufall. Ein befreundeter Fussball-Trainer wollte im Rahmen der Vorbereitung Abwechslung in sein Fussballtraining bringen.
Den Fussballern was neues bieten, um die Motivation weiterhin hoch zu halten. Darauf hin haben wir eine Konditions-Einheit zusammgestellt und die Fussballer trainiert. Die waren so begeistert, dass sie es regelmäßig trainieren wollten. Aus der Idee wurde ein Konzept, dass bisher „wie eine Bombe“ eingeschlagen ist.”
Was ist das besondere an diesem Konzept?
“Um es besser verdeutlichen zu können, fange ich etwas weiter vorne an. Sicherlich gibt es für Trainer Alternativen, wie z. B. Spinning, reines Boxtraining, Aquajogging, Pumping etc., doch haben diese das Manko, dass sie immer nur einen Teil des Körpers trainieren. Spinning zum Beispiel trainiert nur die Beine und vernachlässigt komplett den Oberkörper. Beim Boxen oder Pumping ist es genau anders herum. Beim Aquajogging wird zwar die Muskulatur im Wasser beansprucht, jedoch wird die für einen Fussballer so wichtige Beweglichkeit, Impulsivität, Schusskraft Flexibilität etc. vernachlässigt.
Selbst während einer Fussballeinheit ist es für einen Fussball-Trainer nicht möglich, alle diese Aspekte in ein Training einfliessen zu lassen.
Und genau da setzt das Dura-Sudo an. Es ist so konzipiert, dass innerhalb einer Einheit Kraft, Kondition, Beweglichkeit, Impulsivität, Elasitizität und Koordination, sprich der gesamte Körper eines Spielers, trainiert werden. Selbst Mischformen, wie Schnelligkeitsausdauer und Kraftausdauer sind in unserem Konzept berücksichtigt. Das Dura-Sudo hat zudem auch spezielle Übungen, um der Verletzungsgefahr im Leisten- und Aduktorenbeich entgegen zu wirken. Leistungssteigerung und Prävention sind somit das Grundgerüst.
Aber nicht nur die Übungen machen aus dem Training etwas besonderes. Es ist ein Zusammspiel von mehreren Faktoren.
1. Das Training ist hart, aber mit viel Spass verbunden. Es darf natürlich gelacht werden.
2. Die individuelle Betreuung. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung erkennen wir selbst die kleinsten Fehler in den Ausführungen der Spieler, korrigieren diese, damit die Übung optimal ausgeführt und dadurch die optimalste Trainingsintensität erreicht wird.
3. Es macht uns persönlich einfach tierisch
viel Spaß und das merken die Fussballer und Trainer, was sich wiederum positiv auf das Traingsfeeling überträgt. Zudem beteiligen wir uns stets am Training und an den Übungen. Es ist wichtig den Leuten zu zeigen, ja, es geht, was wir euch zeigen und Spass macht es auch. Wir werden dadurch selbst zum Teil des Teams, zur Fussball-Familie, was uns gleichzeitig zum wichtigen Punkt führt, die Teambuildung.
Die Fussballer werden nicht nur physisch oder psychisch gestärkt. Ebenso wichtig ist die Tatsache, dass unsere Einheit auch eine Teambuildung Maßnahme ist. Wir haben schon vielfach erlebt, dass Mannschaften während einer Einheit noch mehr zusammenwachsen. Denn ab einem gewissen Zeitpunkt feuern sich die Fussballer gegenseitig an, und wenn das passiert, ist uns bewusst, dass wir einen guten Job gemacht haben und die Mannschaft eins.
Ab und an gibt es während und nach dem Training noch ein paar Überraschungen. Das ist aber Betriebsgeheimnis.”
Seit wann bietet Ihr das Konzept an?
“Seit Anfang des Jahres (2010).”
Wo seit Ihr derzeit überall tätig?
“Das Training bieten wir mitlerweile in Gladbeck und Mülheim an der Ruhr an. Aktuell gibt es auch vielversprechende Kontakte im Düsseldorfer Bereich.”
Wieviele Mannschaften habt Ihr bisher trainiert?
“In den wenigen Monaten seit unserer Gründung haben wir über 45 Mannschaften – aus der Kreisliga bis hoch zur NRW-Liga- trainiert. In der kurzen Zeit haben wir einen riesigen Sprung nach oben gemacht,
Bundesliga wir kommen.”
Wie lange dauert eine Einheit?
“Bei neuen Mannschaften dauert die Einhheit erfahrungsgemäß ca. 2,5 Stunden, weil die Grundtechniken erst vermittelt werden müssen. Nur mit guter Technik können die Fussballer das optimalste aus dem Training herausholen.
Hat eine Mannschaft bereits bei uns trainiert, reduziert es sich auf ca. 2 Stunden. Und die reichen auch aus. Keine Mannschaft hat bisher Zugabe gerufen und wollte länger machen.
Eines ist aber bei allen Mannschaften gleich, und zwar der nach 2 Tagen – von den Zehen- bis zu den Haarspitzen- auftretende Muskelkater. Da haben wir schon Geschichten gehört.
”
Was trainiert Ihr während einer Einheit?
“Innerhalb einer Einheit werden Übungen für Kraft, Kondition, Beweglichkeit, Impulsivität, Elasitizität und Koordination integriert. Selbst Mischformen, wie Schnelligkeitsausdauer und Kraftausdauer sind in unserem Konzept berücksichtigt.
Das gibt uns auch die Möglichkeit ein Training gezielt nach den Wünschen eines Trainers zusammen zu stellen. 100% Flexibilität für maximale Leistung.”
Worauf legt Ihr besonderen Wert?
“1. Die Leute müssen mindestens 100% Ihrer Leistung abrufen und das bei jedem Training.
2. Alle müssen an einem Strang ziehen.
3. Keiner wird alleine gelassen, sondern stets angefeuert!
4. Spass beim Training.
5. Kein Rumgelabere; sonst sind sofort 10 Liegestütze auf dem „Liegestützkonto“ fällig
, die am Ende von Allen gemacht werden, auch von uns. Wir alle sind schliesslich das Team. Jeder steht für den anderen ein, auch für seine Fehler.”
Wie lange betreibt Ihr schon Kampfsport?
“Zusammen haben wir über 65 Jahre Trainingserfahrung, und über 30 Jahre Erfahrung als Trainer.
Wir Wissen wo von wir reden. Haben alle Titel bekommen, die man bekommen kann. Nationale und internationale Meistertitel, und sogar den eines Vize-Weltmeisters.”
Wie sehen Eure Planungen für die kommenden 2 Jahre aus?
“Im Rahmen der Heranführung von Fussballern an neue und erprobte Trainingskonzepte ist es unser Ziel, das Dura-Sudo bereits in die Nachwuchsarbeit eines Vereins zu integrieren. Die Regelmäßigkeit, angefangen beim Nachwuchs bis hoch zu ersten Mannschaft, das über einen langen Zeitraum, bringt erst den gewünschten Erfolg, die Fortschritte und zeigt wie effektiv Dura-Sudo ist.
Wir wollen das Dura-Sudo bekannter machen, etwas neues, neuartiges Aufbauen. Das Dura-Sudo soll das Tae-Bo des Fussballs werden, und dafür arbeiten wir.
In Überlegung ist auch ein Dura-Sudo Trainingscamp. Das ist erst eine Idee, die aber noch mit Leben gefüllt werden muss.”
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Abschluss:
Hiermit bedanke ich mich nochmal bei Houssaine für die treffenden Antworten zum Dura-Sudo Konzept.
Was meint ihr? Ich finde das hört sich alles sehr interessant an. Im Fussball muss man immer wieder neue Wege gehen, um eventuell mit anderen Trainingsmethoden noch besserere Leistungen auf dem Platz erzielen zu können. Meines Erachtens ist Dura-Sudo so eine Trainingsmethode, für Spieler und Mannschaften, die eben noch mehr us sich herausholen wollen.
Falls ihr noch mehr über Dura Sudo erfahren wollt, dann kann ich euch die gleichnamige Website http://www.dura-sudo.de/ sehr ans Herz legen. Hier erfahrt ihr weiteres zum Trainingskonzept und über alle Neuigkeiten rund um das Konzept.
Ich wünsche dem ganzen Team noch viel Erfolg und das euer Konzept noch richtig bekannt und erfolgreich wird…..








